Wir stehen an deiner Seite.

Strukturieren. Vorbereiten. Dranbleiben. Konsequent innerhalb der rechtlichen Grenzen.

Klartext

Wir stehen an deiner Seite.

Rechtliche Grenzen? Ja. Stillstand? Nein.

Wir unterstützen organisatorisch, dokumentarisch und kommunikativ – konsequent innerhalb der gesetzlichen Grenzen.

Ausgestreckte Hände als Zeichen von Hilfe und Unterstützung für einen Menschen im Vollzug

Ansuchen & Eingaben

Gemeinsam Angaben und Unterlagen ordnen und Ansuchen klar, vollständig und nachvollziehbar ausgestalten.

Beschwerden & Rechtsmittel

Vom Betroffenen gewünschte Eingaben sprachlich und organisatorisch aufbereiten. Keine Rechtsprüfung oder Vertretung.

Angehörige als Ansprechpartner

Auf Wunsch und soweit zulässig organisatorischer Ansprechpartner für Angehörige, Freunde und Partnerinnen bzw. Partner.

Verhältnisse ordnen

Persönliche und wirtschaftliche Angelegenheiten strukturieren, Unterlagen sortieren und offene Punkte sichtbar machen.

Wohnung & Neustart

Unterstützung bei Wohnungssuche, Kontaktaufnahme und Vorbereitung der nächsten Schritte nach der Haft.

Arbeit & Bewerbung

Unterstützung bei Bewerbungsunterlagen, Arbeitssuche und organisatorischer Vorbereitung von Kontakten.

Elektronisch überwachter Hausarrest

Organisatorische Zusammenstellung und Aufbereitung von Unterlagen rund um eüH-Anträge. Rechtliche Prüfung verbleibt bei zuständigen Stellen.

Geld & Zahlungspflichten

Unterlagen, Abrechnungen und Zahlungspflichten strukturiert aufbereiten und – soweit vorgesehen – ein entsprechendes Ansuchen vorbereiten.

Weitere Anliegen

Das Spektrum ist nicht abschließend. Wir schauen auf die konkrete Situation und den nächsten machbaren Schritt.

Besonderes Augenmerk: Jugendliche und Familien

Wenn Strafvollzug junge Menschen und ihre Eltern betrifft.

Jugendliche im Strafvollzug befinden sich in einer besonders schwierigen Lebenssituation. Neben den Anforderungen des Vollzugs können Ausbildung, Familie, Zukunftsplanung, soziale Beziehungen und die eigene Orientierung gleichzeitig unter Druck geraten. SCHREIBENGEL möchte diese besondere Schnittstelle ausdrücklich im Blick behalten und Jugendliche – im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und mit besonderer Rücksicht auf ihre Situation – erreichen und unterstützen.

Auch Eltern und Angehörige können durch den Strafvollzug eines jungen Menschen vor komplexen Fragen, Unsicherheit und erheblichen organisatorischen Belastungen stehen. Sie können sich bei SCHREIBENGEL informieren, Kontakt aufnehmen und – soweit die Voraussetzungen des Vereins erfüllt sind – selbst als Mitglieder bzw. Interessent:innen an den Unterstützungsangeboten anknüpfen. Dabei geht es nicht darum, Entscheidungen des Vollzugs vorwegzunehmen, sondern Orientierung zu geben, Anliegen zu strukturieren und die Kommunikation an den jeweiligen Schnittstellen verständlicher zu machen.

Unser Anspruch: Gerade dort, wo ein junger Mensch, seine Familie und der Vollzug auf unterschiedliche Bedürfnisse, Zuständigkeiten und Regeln treffen, soll SCHREIBENGEL eine sachliche, respektvolle und verbindende Schnittstelle sein.

Kooperation im Vollzug

Effizienz entsteht auch durch gute Zusammenarbeit.

SCHREIBENGEL möchte ausdrücklich auch mit den Menschen zusammenarbeiten, die innerhalb des Vollzugs täglich Verantwortung tragen. Wir sehen Sozialen Dienst, Psychologischen Dienst, Betriebsleiter:innen, Wirtschaftsstelle, Vollzugsleitung sowie weitere zuständige Fachdienste und Mitarbeiter:innen nicht als Gegenseite, sondern als wichtige Gesprächs- und Kooperationspartner.

Wir sind offen für Rückmeldungen, Hinweise und Verbesserungsvorschläge, wenn dadurch Anträge, Ansuchen oder sonstige Anliegen von Insass:innen klarer, vollständiger und sachgerechter vorbereitet werden können. Wo vermeidbare Rückfragen, unvollständige Unterlagen oder wiederholte Nachbearbeitungen entstehen, möchten wir gemeinsam dazu beitragen, diesen Aufwand zu reduzieren – ohne Zuständigkeiten vorwegzunehmen oder behördliche Entscheidungen zu beeinflussen.

Gerade dort, wo interne Abläufe, gesetzliche Vorgaben und die konkrete Lebenssituation eines Menschen aufeinandertreffen, kann ein strukturierter Austausch beiden Seiten helfen: den Bediensteten durch besser vorbereitete Unterlagen und den betroffenen Menschen durch mehr Verständnis dafür, was tatsächlich benötigt wird. Wir freuen uns daher über jede sachliche und konstruktive Zusammenarbeit – auch dann, wenn sie zunächst nur aus einem fachlichen Austausch oder einem unverbindlichen Gespräch besteht.

Mittel verwenden – Leistungen leistbar machen

Bestimmte Leistungen von SCHREIBENGEL sollen auch für Menschen im Vollzug praktisch leistbar sein. Besteht eine gegenüber SCHREIBENGEL nachvollziehbare Zahlungspflicht, kann – soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind – ein Ansuchen auf Verwendung von Hausgeld und Rücklage nach § 54a Abs. 1 bzw. Abs. 3 StVG in Betracht kommen.

Nach § 54a Abs. 1 StVG stehen Hausgeld sowie der dort gesetzlich begrenzte Teil der Rücklage unter anderem zur Schuldentilgung zur Verfügung. Nach § 54a Abs. 3 StVG können Hausgeld und Rücklage darüber hinaus für Anschaffungen verwendet werden, die das Fortkommen nach der Entlassung fördern. Die konkrete Entscheidung darüber liegt bei der zuständigen Stelle bzw. dem Anstaltsleiter, soweit das Gesetz dies vorsieht.

SCHREIBENGEL kann das konkrete Ansuchen, die Kostenaufstellung und die dazugehörigen Unterlagen strukturiert vorbereiten. Aus der Rechnung selbst folgt kein automatischer Anspruch auf Verwendung der Mittel.

Hausgeldgesetzliche Verwendungsmöglichkeiten·Rücklagegesetzlich begrenzte Verwendung·Ansuchenstrukturiert vorbereiten