Wir stehen an deiner Seite.
Rechtliche Grenzen? Ja. Stillstand? Nein.
Wir unterstützen organisatorisch, dokumentarisch und kommunikativ – konsequent innerhalb der gesetzlichen Grenzen.

Wenn Strafvollzug junge Menschen und ihre Eltern betrifft.
Jugendliche im Strafvollzug befinden sich in einer besonders schwierigen Lebenssituation. Neben den Anforderungen des Vollzugs können Ausbildung, Familie, Zukunftsplanung, soziale Beziehungen und die eigene Orientierung gleichzeitig unter Druck geraten. SCHREIBENGEL möchte diese besondere Schnittstelle ausdrücklich im Blick behalten und Jugendliche – im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und mit besonderer Rücksicht auf ihre Situation – erreichen und unterstützen.
Auch Eltern und Angehörige können durch den Strafvollzug eines jungen Menschen vor komplexen Fragen, Unsicherheit und erheblichen organisatorischen Belastungen stehen. Sie können sich bei SCHREIBENGEL informieren, Kontakt aufnehmen und – soweit die Voraussetzungen des Vereins erfüllt sind – selbst als Mitglieder bzw. Interessent:innen an den Unterstützungsangeboten anknüpfen. Dabei geht es nicht darum, Entscheidungen des Vollzugs vorwegzunehmen, sondern Orientierung zu geben, Anliegen zu strukturieren und die Kommunikation an den jeweiligen Schnittstellen verständlicher zu machen.
Unser Anspruch: Gerade dort, wo ein junger Mensch, seine Familie und der Vollzug auf unterschiedliche Bedürfnisse, Zuständigkeiten und Regeln treffen, soll SCHREIBENGEL eine sachliche, respektvolle und verbindende Schnittstelle sein.
Effizienz entsteht auch durch gute Zusammenarbeit.
SCHREIBENGEL möchte ausdrücklich auch mit den Menschen zusammenarbeiten, die innerhalb des Vollzugs täglich Verantwortung tragen. Wir sehen Sozialen Dienst, Psychologischen Dienst, Betriebsleiter:innen, Wirtschaftsstelle, Vollzugsleitung sowie weitere zuständige Fachdienste und Mitarbeiter:innen nicht als Gegenseite, sondern als wichtige Gesprächs- und Kooperationspartner.
Wir sind offen für Rückmeldungen, Hinweise und Verbesserungsvorschläge, wenn dadurch Anträge, Ansuchen oder sonstige Anliegen von Insass:innen klarer, vollständiger und sachgerechter vorbereitet werden können. Wo vermeidbare Rückfragen, unvollständige Unterlagen oder wiederholte Nachbearbeitungen entstehen, möchten wir gemeinsam dazu beitragen, diesen Aufwand zu reduzieren – ohne Zuständigkeiten vorwegzunehmen oder behördliche Entscheidungen zu beeinflussen.
Gerade dort, wo interne Abläufe, gesetzliche Vorgaben und die konkrete Lebenssituation eines Menschen aufeinandertreffen, kann ein strukturierter Austausch beiden Seiten helfen: den Bediensteten durch besser vorbereitete Unterlagen und den betroffenen Menschen durch mehr Verständnis dafür, was tatsächlich benötigt wird. Wir freuen uns daher über jede sachliche und konstruktive Zusammenarbeit – auch dann, wenn sie zunächst nur aus einem fachlichen Austausch oder einem unverbindlichen Gespräch besteht.
Mittel verwenden – Leistungen leistbar machen
Bestimmte Leistungen von SCHREIBENGEL sollen auch für Menschen im Vollzug praktisch leistbar sein. Besteht eine gegenüber SCHREIBENGEL nachvollziehbare Zahlungspflicht, kann – soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind – ein Ansuchen auf Verwendung von Hausgeld und Rücklage nach § 54a Abs. 1 bzw. Abs. 3 StVG in Betracht kommen.
Nach § 54a Abs. 1 StVG stehen Hausgeld sowie der dort gesetzlich begrenzte Teil der Rücklage unter anderem zur Schuldentilgung zur Verfügung. Nach § 54a Abs. 3 StVG können Hausgeld und Rücklage darüber hinaus für Anschaffungen verwendet werden, die das Fortkommen nach der Entlassung fördern. Die konkrete Entscheidung darüber liegt bei der zuständigen Stelle bzw. dem Anstaltsleiter, soweit das Gesetz dies vorsieht.
SCHREIBENGEL kann das konkrete Ansuchen, die Kostenaufstellung und die dazugehörigen Unterlagen strukturiert vorbereiten. Aus der Rechnung selbst folgt kein automatischer Anspruch auf Verwendung der Mittel.
